Auf dem Weg zu unserer Burg mussten wir (30 Kinder und 9 Betreuer) schon viele Prüfungen bestehen. Nach dem Abendessen wurden die Zimmer aufgeteilt und anschließend durften wir noch ein spannendes Theaterstück anschauen und die Geschichte zu Merlin hören. Um 8.00 Uhr wurden wir wieder geweckt und mit der "Morning Power" frisch gemacht. Die ganze Woche über konnten wir bei 2 Workshops mitmachen, wo wir viel gelernt hattén. Ich habe mich für den Schwertkampf und das Bogenschießen entschieden. An den Nachmittagen hatten wir alle Hände voll zu tun: wir bauten einen großen Drachen und einen riesigen Turm mitten im Wald. An einem anderen Nachmittag mussten wir Merlin helfen gegen die wilden Bösewichte, die am Ende zum Glück bei einem Kampf auf einer Wiese besiegt wurden. Am Tag darauf hat die Königin alle Recken und Ritter zu einem Turnier aufgefordert, bei dem die Zaubersteine des Merlin zurückerobert werden mussten. Am Abend haben wir uns in lustigen Vorstellungen alles gezeigt, was wir in der Woche in den Workshops gemacht haben. Dann kam das Hauptereignis des Tages! Ein jeder von uns wurde in der Kapelle zum Ritter geschlagen.
Wir kamen alle miteinander sehr gut zurecht und wir hatten viel Spaß miteinander. Ich fand das Lager TOLL und würde gerne noch einmal auf ein EOS-Lager gehen!

(Eine Teilnehmerin)

 

Merlin

Merlin, der größte aller Zauberer. Unsere Ferienlager versuchen einen Zauberhauch davon einzufangen.

Danke für das EOS-Ferienlager

Hiermit möchte ich mich von ganzem Herzen für die super Ferienwoche im Münstertal bedanken.
Unser Sohn hat bei dem Musical mitgemacht und war voll begeistert. Es ist unglaublich, was ihr Team auf die Beine gestellt hat. So entspannt und begeisterungsfähig haben wir ihn schon lange nicht mehr gesehen!
Er ist ein relativ ruhiger und in sich zurückgezogener Jugendlicher, aber bei EOS ist er aufgeblüht. Es ist wie ein kleines Wunder.
Nochmals 1000 Dank für die tolle Betreuung und das, was sie unserem Sohn mitgegeben haben.
Gerne macht er auch im nächsten Jahr wieder mit. Wir freuen uns schon heute darauf!

(ein Vater)

 

Westsidestory vom 01.08.- 07.08. in der Kratzbürste im Münstertal

 

Am Sonntag um 17 Uhr kamen 28 Jugendliche in der Unteren Gasse im Münstertal an, und wurden direkt durch den „magischen Tunnel" ins New York City der Sechzigerjahre versetzt.
Damals ging es dort hoch her, und die Jungs und Mädels wurden sofort mitgerissen von den spannenden Ereignissen.
Zwei rivalisierende Banden machten die Strassen unsicher, die Jets und die Sharks kämpften erbittert um das Territorium.
Doch eine Liebesgeschichte zwischen den Fronten drängt nach einer Annäherung.
Brandaktuelle Themen wie Gewalt, Liebe, die „Clique", und natürlich Musik verzauberten Jugendliche wie Betreuer gleichermaßen in diesem Musical-Ferienlager.
Es wurde hart geprobt, gesungen und getanzt, das Musical-Fieber ging um und ließ keinen aus.
In nur einer Woche wuchs eine unglaublich starke Gruppe zusammen, welche von Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz getragen eine Aufführung auf die Beine gestellt hat, die in erstaunlicher Art und Weise die Ereignisse und Gefühle dieser Woche widergespiegelt hat.

(Eine Mitarbeiterin)

 

Der Kampf zwischen zwei zerstrittenen Gangs kostet ein Leben. Aber es führt zwei Herzen in Liebe zusammen.

"Als EOS 2002 noch in den Kinderschuhen steckte bin ich per Zufall über ein Prospekt gestolpert und habe mich mit viel Überwindung auf ein Ferienlager angemeldet: Aventuria. Ein Ferienlager voller Geheimnisse, Ritter und spannenden Aufgaben. Meine anfängliche Schüchternheit war im nu verflogen und der Ritterschlag am Ende des Lagers war der Anfang meiner geliebten Ferienlagerzeit.
Von nun an war ich mit Begeisterung für vier Jahre jährlich auf zwei Ferienlagern. Unvergessliche Momente, auf die ich mich schon von dem Zeitpunkt an freute, als die Prospekte für das kommende Jahr rauskamen.

Die Ferienlager haben mir viel Tatkraft gegeben, sowohl während des Lagers, als auch danach. Nach einem Lager merkte ich schon als Kind, dass ich die Natur mit ganz anderen Augen wahrnehme und auch das Miteinander mit anderen Menschen bewusster und achtungsvoller vonstattengeht.

Eine besondere Vorbildfunktion hatten für mich die Betreuer. Ich war begeistert mit welchem Wissen und mit welch liebevoller Art sie uns mitreisen konnten in die Welten der Ritter, Zigeuner und Atlantiden.
Schon früh wünschte ich mir, später auch eine Ausbildung bei Eos zu machen, da ich das Können der Betreuer auch erlernen wollte.

Sobald ich mit der Schule fertig war meldete ich mich dann für die Charisma-Ausbildung an und genoss die zweijährige Ausbildung, in der ich vieles, das mich bei meinen damaligen Betreuern begeisterte, erlernen konnte. Um die Ausbildung bin ich gerade für meine zukünftige Lehrtätigkeit in der Schule sehr dankbar und wünsche mir, dass ich das, was ich als Kind erleben durfte weitertragen kann."

Anna Rapp, angehende Lehrerin

"Im Alter von 8 Jahren habe ich mein erstes EOS-Ferienlager besucht. Ich war ein schüchternes, zaghaftes Kind und freute mich darauf, neue Freunde kennen zu lernen.
Ich wusste noch nicht, was mich erwartete...

Die Woche verging jedoch wie im Flug. Sie war unglaublich schön und bereichernd. Am Ende war ich einen kleinen Schritt weiter gekommen, war ein Stück stärker und reifer geworden. Im Laufe der Jahre folgten zahlreiche Lager wie Ronja, Momo, Siegfried, das Sprachenlager, die Radtour "Jeanne d`Arc", Hero, Friendship und viele mehr.

Ich lernte das Gefühl einer wahren Freundschaft kennen und was es heißt eine Gemeinschaft zu sein. Diese Lager schenkten mir Vertrauen, Kraft und den Glauben an mich selbst.
Die Begegnungen die ich machte, waren einzigartig, erfüllt von den bezaubernden magischen Momenten. Wir saßen singend am Lagerfeuer, machten Nachtwanderungen unter dem Sternenzelt und lernten uns beim Theater spielen und Stockfechten besser kennen.

Mit 16 besuchte ich das PIONIER-Lager und machte die Jugendleiterausbildung. Ich freute mich darauf, selbst eine Betreuerin zu werden und die schönen Erfahrungen anderen Kindern schenken zu dürfen.

Inzwischen habe ich selbst schon Lager betreut. Es ist interessant, nun auf der "anderen Seite" zu stehen.

EOS gibt mir so die Chance etwas Wunderbares zu erleben und es anderen Menschen weiter zu geben."

Jana Schäfer

„Nachdem Little John seine Gefährten mit sanfter Musikgeweckt hat, schärft er ihnen beim Morgenkreis noch einmal ein, dass es darauf ankommt, sich in den Waldläuferfähigkeiten weiter zu üben. So stürzen sich heute die „Wölflinge" mit Eifer auf ihre Kurse: Fechten, Hüttenbau, Kochen, Maskenbau, Akrobatik und Gaukelei, Tänze, Kostüme herstellen oder Bogenschießen. Inzwischen haben aber auch schon einige Gefährten und Bruder Tuck ein leckeres Mittagsmahl zubereitet... Gut, dass in der Mittagspause endlich Zeit ist, die unzähligen Abenteuer in das Tagebuch aufzuschreiben. Ausgeruht geht es nun in den geheimnisvollen Wald, der direkt neben unserem Schloß beginnt, denn heute sollen wir Robin Hood zur Seite stehen, um die vom Sheriff Gefangenen zu befreien.
Eine turbulente Schnitzeljagd fordert von allen sämtliche Kräfte, doch schließlich liegen sich alle wieder glücklich in den Armen. Zum Dank hat Robin Hood für den morgigen Nachmittag zu einem Turnier ausgerufen; und am Abend soll nach dem Lagerfeuer ein rauschendes Fest steigen, mit Bankett, Ball und „spektakulären" Vorführungen aus den Workshops!"

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Robin Hood und seine Gefährten auf dem Weg zum Turnier des Sheriffs

Ein EOS - Ferienlager, das man sich nicht entgehen lassen darf...

Das Ferienlager „Faust" begann schon sehr aufregend: gleich nach der Ankunft am Bahnhof mussten wir einige Mutproben bestehen, um überhaupt in unser Freizeitheim zu kommen. Als wir die Proben glücklicherweise bestanden hatten, durften wir das wunderbare Haus mit dem herrlichen Blick zu den blauen Schwarzwaldbergen „erobern". Wir staunten nicht schlecht, als wir feststellten, dass wir recht vornehm in Zweibettzimmern mit eigenen Waschbecken und viel Luxus wohnen würden.
Am Abend vergnügten wir uns mit Kennenlernspielen und Singen. Die Überraschung war dann groß, als plötzlich der Saal zu einem Theater wurde und Faust selbst auf der Bühne auftrat.
Am nächsten Morgen wurden wir durch erfrischenden Gesang geweckt, in den wir etwas später beim Morgenkreis munter eingestimmt haben. Am Vormittag wurden verschiedene spannende Workshops angeboten, wie z.B. Stockfechten, Jonglage, Land Art, Waldläufer, Bogenbau, Akrobatik. Die Kinder, die beim Kochworkshop waren, haben das leckere Mittagessen zubereitet - mit Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise - das es nach den Workshops gab.
In der Mittagspause hatten wir zum Glück genügend Zeit um unser Tagebuch zu schreiben. Und dann - das Schönste des Tages: ein großes Geländespiel, bei dem die Faust-Geschichte mit schwierigen Prüfungen gespielt wurde.
Aber auch eine Rallye und das „Big Solo", bei dem wir einige Stunden alleine in der Natur sein konnten, durften im Lager nicht fehlen.
Abends wurde immer noch gespielt, getanzt und gesungen, und es gab zum Thema des Ferienlagers noch ein Theater, das echt wahnsinnig toll war.
Zum Schluss des Ferienlagers kam die Krönung der Woche, der „Bunte Abend", bei dem Sketche gezeigt wurden und alle einen kleinen Einblick in ihren Workshop gaben.
Danach hieß es Abschied nehmen von den Betreuern , die einem so ans Herz gewachsen sind - und für viele ging´s dann auch mit einer kleinen Träne nach Hause.

(Eine Teilnehmerin)

klassenfahrt paedagogik

Der Urfaust in seiner einfachen Fassung ist ein idealer Stoff für ein Ferienlager.

„Auf ein Abenteuer - mit Jeanne d'Arc!!!" so schallt der Ruf und 26 Hände fliegen in die Luft, bevor wir unsere Fahrräder besteigen, um eine Woche lang im Norden Frankreichs den Spuren der größten Heldin dieses Landes zu folgen.
Ein erster Blick in die Runde zeigt: Während die Jüngsten kaum ihr gesamtes Hab und Gut auf dem Rad packen können (und es schnell in unseren himmelblauen VW-Bus wandert), reisen die Ältesten mit ihren vollgefederten Sportgeschossen gleich ohne Gepäckträger an ...

Dem Lauf der Mosel folgend, schlängelt sich unsere Fahrradkaravane auf ihre erste Etappe. Das Fahren in einer so großen Gruppe will erst einmal erlernt werden, soll nicht die Tour bereits an der ersten Kreuzung in einer unerquicklichen Karambolage enden. Zum Mittag erreichen wir einen kleinen See, wo ein Baguette-Käse-Wurst-Tomaten-Melonen-Picknick-Buffet geschlemmt wird. Eine Gruppe besonders agiler Radler fühlt sich derart gestärkt bald unterfordert, worauf wir ab sofort in „Sportler"- und „Genießergruppe" weiterfahren. Während die Genießer dem Lauf der Mosel folgen, jagen die Sportler ein paar extra Steigungen hinauf und hinunter und wieder hinauf und wieder...

Am neuen Lagerplatz treffen wir uns wieder, schnell wird der Zeltkreis aufgerichtet, um sich anschließend einer ausgiebigen Erfrischung in der Mosel hinzugeben. Von der Strömung getragen, lassen wir uns den Fluß hinabtreiben und unten endet alles in einer fröhlich -frechen Wasserschlacht.
Die Radkilometer, die uns eben noch bleiern in den Beinen steckten, haben sich aufgelöst, und mit frischer Kraft können wir die Workshops starten. Zukünftige Schützen beginnen mit dem Bau ihres Bogens. Gaukler und Artisten, die dem Heer der Jeanne d'Arc folgen, beginnen ihre ersehnte Ausbildung. Die Geschichtsschreiber binden sich ein Buch und schnitzen Federn, ehe sie mit dem Schreiben beginnen können. Dann sollte auch schon der Küchendienst anfangen die Töpfe zu füllen, damit die Truppe nicht hungrig bleibt. Zum Abend treffen wir uns im Kreis der Zelte, der für die ganze Woche unser vertrauter Platz sein wird. Im Fackelschein schmettern wir heldenhaft Lied um Lied, bis die Dunkelheit die Liederbücher zu bloßen Schemen verblassen läßt. Aber der Tag bietet gerade jetzt noch einmal einen Glanzpunkt: Fackeln leuchten ein Stück Wiese zur Bühne aus und aus der Dunkelheit erscheinen Jeanne d´Arc und ihre Getreuen. Prinz Karl muß überzeugt werden, daß der unselige Kampf gegen die englischen Besatzer nur mit Gottes Hilfe zu wagen ist. Frankreich soll befreit werden, Karl zum König gekrönt werden und Jeanne d`Arc muß bitter erleben, wie der Glaube an sie schwindet. Abend für Abend entrollen sich die Stationen des Schicksals der Jungfrau von Orleans als Schauspiel, bevor die Radritter glücklich in ihre Schlafsäcke kriechen.

Am nächsten Morgen verlassen wir den ebenen Weg an der Mosel, das Streckenprofil wird anspruchsvoller, der Tag ist drückend heiß. Wer zu wenig trinkt oder seine Kräfte nicht einzuteilen weiß, findet sich schnell erschöpft im Straßengraben wieder. Am Lagerplatz „Les Mirabelles" angekommen, können wir im Pool unsere Kräfte regenerieren und den Stolz fühlen, sich selbst überwunden zu haben. Wer noch nicht genug vom Radeln hat, kann jedoch zur Erkundung der Umgebung aufbrechen. Oder man bleibt am Ort, baut und malt Banner für das Heer der Jungfrau von Orleans, oder erlernt die Kunst des Stockkampfes.
Im Laufe des nächsten Tages klart es auf und bei schönstem Sonnenschein erreichen wir Domremy - den Geburtsort Jeanne d'Arcs, das eigentliche Ziel unserer Reise. Schon von Weitem können wir die Kathedrale sehen, die zu Ehren der Jungfrau vor den Toren des kleinen Ortes auf einem Berg errichtet worden ist.

Unsere Radritter müssen vorerst den richtigen Weg durch das Städtchen finden, der sich nur dann finden läßt, indem sie gemeinsam verschiedene schwierige Aufgaben lösen. Nach der spannenden Rallye erreichen wir endlich die Kathedrale, die mit großen Wandbildern geschmückt ist. Die Darstellung der Lebensstationen der Jungfrau von Orleans sehen wir hier plötzlich mit ganz anderen Augen, da wir uns seit einer Woche mit ihrem Leben eng vertraut gemacht haben. Die Lieder, die wir an den Abenden zuvor gelernt haben, hallen in den Decken dieser Kirche wundervoll nach - und „Jeanne" scheint uns auf einmal aus dem Gewölbe ihrer Kathedrale heraus erstaunt zu beobachten...
Beschwingt und irgendwie „beflügelt" besteigen wir wieder unsere Stahlrösser, die herrliche Landschaft fliegt an uns vorüber: kleinste Nebenstraßen führen durch wunderschöne Dörfer, überall Blumen, in jedem Ort finden wir ein Jeanne d´Arc-Standbild, Brunnen werden von ihr geziert, viele Straßen führen ihren Namen.

Mittlerweile sind wir soweit trainiert, daß uns eine Strecke von 65 km und ein paar Steigungen nicht mehr weiter ermüden. Das ist auch gut so, wollen wir doch am Lagerplatz noch proben und üben, um uns am Bunten Abend die Früchte unserer Workshops vorzeigen. Ein paar letzte Absprachen und dann ist es auch schon soweit: Manege frei für Gaukler, Dichter, Bogenschützen, für Stockfechter und Akrobaten, für fliegende Menschen und Pantomimen.
Applaus!, der Vorhang fällt und gleichzeitig öffnet sich die Bühne für unser letztes Theaterstück: wir erleben erwartungsvoll die feierliche Heiligsprechung der Jungfrau von Orleans!
Die erste Radtour von EOS geht damit zu Ende. Die Erlebnisse und gemeinsam überwundenen Mühsale einer solchen Woche bilden dabei ein unersetzliches Geschenk für jeden, der daran beteiligt war, einen Grundstein für viele Freundschaften und ein bleibendes Andenken an zahlreiche „heldenhaften Abenteuer". Gar mancher träumt bereits von „Jeanne 2012"...

Helmut Stabe (Betreuer)

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Jeanne d´Arc kann auch heute noch die Jugend begeistern. Ihre Heldentaten führen uns mit den Fahrrädern tief nach Frankreich zu den historischen Orten.

Einen Artikel über unsere Ferienlager in den WELEDA-Nachrichten finden Sie hier.