DAS SCHWINDEN DER ERLEBNISFÄHIGKEIT:

Gelegentlich kann es vorkommen, dass der aktive Erlebnispädagoge mit einer Frage konfrontiert wird, die ihn stutzig machen kann So eine Frage ist beispielsweise jene: „Wir leben offenkundig in einer Erlebnisgesellschaft, mit all ihren Segnungen und Flüchen. Welche Rolle innerhalb einer Erlebnisgesellschaft spielt die Erlebnispädagogik ? Haben wir denn nicht schon genug Erlebnismöglichkeiten ? Sind wir nicht sogar schon tendenziell erlebnisübersättigt ?'
Selbst ohne einen gewissen suggestiven, rhetorischen Unterton dieser Fragestellung, ist dieser Anwurf allemal einer fachlichen Erörterung würdig. Denn tatsächlich ist ein frappierendes Phänomen zu beobachten: auf der einen Seite wächst das generelle Bedürfnis nach Erlebnissen ins Uferlose, aber auf der anderen Seite erodiert die Fähigkeit, Erlebnisse verarbeiten und genießen zu können, zusehends. Vermehrt kann festgestellt werden, dass vor allem jüngere Menschen die spezifischen Grundlagen ihres Daseins in der Erlebnisgesellschaft auf schleichende Weise verlieren: die „Erlebnisfähigkeit" ...

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Michael Birnthaler

Zeitschrift für Erlebnispädagogik 1/2003

edition erlebnispädagogik, Lüneburg 2003