Wie kaum ein zweites Thema sorgt das »Phänomen Fußball« in der Waldorfschulbewegung für Auseinandersetzungen und Streitigkeiten. Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft gibt Gelegenheit, die eigenen Positionen zu überdenken.

Immer wieder ist erlebbar, dass das Bild der Waldorfpädagogik in der Öffentlichkeit stark gezeichnet wird von Vorurteilen, Etikettierungenund »Absonderlichkeiten«, die der Waldorfschule schnell als »Markenzeichen« angeheftet werden: »An der Waldorfschule darf man nicht Fernsehschauen, Comic lesen, Cola trinken, Jeans tragen ... und besonders nicht Fußball spielen.«

So beginnt beispielsweise auch ein Artikel der renommierten Zeitschrift »Sportpädagogik« mit den Sätzen: »Die Alltagserfahrung vieler Waldorfschüler und ihrer Eltern zeigen: Fußballspielenist an Waldorfschulen verboten! Begründungen dafür werden von Waldorflehrern meist nicht gegeben oder so mystisch-mysteriös formuliert, als hätten sie das Ziel, Verwirrung statt Klarheit zu schaffen.«

Die an der Waldorfpädagogik interessierte Öffentlichkeit stößt sich immer wieder an zwei Punkten:

1. Die von Seiten der Waldorfschulen vorgebrachtenArgumente gegen das Fußballspielwerden als unverständlich und »fadenscheinig« erlebt.
2. Die offizielle Position der Waldorfschulen gegen das Fußballspiel wird als antiquiert und dogmatisch bewertet.

 

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Michael Birnthaler

Erziehungskunst Juni 2006

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2006