Imsiebten Jahr bietet das Institut für Erlebenspädagogik Eos Kurse und Lehrgänge zumKennen- und Anleitenlernen erlebnispädagogischer Konzepte an. Der Waldorfpädagoge und Dozent Michael Birnthaler hat dabei Waldorf- und Erlebnispädagogik theoretisch und praktisch zu einer Symbiose zusammengeführt. Ein Besuch vor Ort in Freiburg imBreisgaumachtemit demAnsatz des von ihmund RoswithaMerazzi geleiteten Instituts bekannt.

Wir holen das Schwert!» Entschlossen klingt der Ruf der sieben verwegenen Kämpferinnen (plus einem Kämpfer) um das Artusschwert Excalibur. Schon machen sie sich auf den Weg zum Turm, wo es die böse Hexe Morgain versteckt hält. Keiner darf den Körperkontakt zum anderen verlieren. Man könnte meinen, sich in einem
Märchen zu bewegen. Alter Baumbestand, dessen Kronen sich über die Gruppe neigen. Und eine Brücke, die zu einer Wiese mit einem Türmchen führt. Doch ist es
‹nur› das Grundstück der Villa Mez, das Domizil des Instituts für Erlebenspädagogik. Dessen Gründer Michael Birnthaler hatte mich eingeladen, über die Arbeit zu berichten. Und wie sollte das anders gehen als durch Einblick in die Praxis?

Emotionale Grenzsituationen

«Kopf!», ruft eine Stimme - und schon saust ein Holzstock über den Kopf der Gegnerin. Holzstock trifft auf Holzstock, Stock wehrt Stock ab. «Fuß!», heißt es nun. Die
Gegnerin springt rechtzeitig in die Höhe, als auch schon der Stock unter ihren hochgezogenen Beinen geschlagen wird. Es geht geordnet turbulent zu, wenn die derzeitigen Teilnehmerinnen das Fechten üben. Ist man nicht aufmerksam, kann es schon einmal passieren, dass man getroffen wird, was wiederum Anlass dafür werden kann, darüber nachzudenken, wieso das völlig unerwartet ein intensives Gefühl im eigenen Inneren auslöst...

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Sebastian Jüngel

Das Goethenum Nr. 40/2008

Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, 2008